Start der Sommersession und der neuen Legislatur: GLP setzt Schwerpunkte bei Bildung und Wasserstrategie

Start der Sommersession und der neuen Legislatur: GLP setzt Schwerpunkte bei Bildung und Wasserstrategie

Mit dem Beginn der Sommersession startet auch die neue Legislatur des Grossen Rates des Kantons Bern. Die GLP-Fraktion setzt dabei Schwerpunkte bei einer zukunftsgerichteten Bildungspolitik sowie bei einer nachhaltigen Wasserstrategie für den Kanton Bern.

Französischunterricht stärken – aber richtig

Die GLP-Fraktion hat eine Motion eingereicht, um den Französischunterricht auf Primarstufe neu auszurichten. Sie wird in der Sommersession behandelt. Das Ziel der GLP ist unmissverständlich: Es geht um mehr Qualität – nicht um Abbau.

 

Die Bilanz des bisherigen Frühfranzösisch ist ernüchternd. Wissenschaftliche Studien belegen es klar: Der Unterricht verfehlt seine Ziele. Zu viele Schülerinnen und Schüler erreichen nicht einmal die Grundkompetenzen, der Druck auf die Lehrpersonen wächst. Die GLP will deshalb die Weichen neu stellen: Französisch soll ab dem 5. Schuljahr unterrichtet werden – dafür mit mehr Lektionen und einem Unterricht, der pädagogisch wirklich greift.

 

«Französisch bleibt für den Kanton Bern zentral und wird weiterhin vor Englisch unterrichtet. Als zweisprachiger Kanton tragen wir eine besondere Verantwortung für den Zusammenhalt zwischen den Sprachregionen. Genau deshalb brauchen wir einen Unterricht, der funktioniert – und der den Schülerinnen und Schülern echte Sprachkompetenz vermittelt», sagt Grossrat Michael Ritter.

 

Die GLP will Französisch nicht schwächen, sondern stärken. Die Motion sieht ausdrücklich den Ausbau zweisprachiger Klassen (Französisch/Deutsch) vor – ein Modell, das echte Begegnung mit der Partnersprache ermöglicht und den kantonalen Zusammenhalt nachhaltig fördert. Besser als jeder Frontalunterricht.

 

Wasserstrategie als zentraler Zukunftsauftrag

Ein weiterer Schwerpunkt der Sommersession ist die Beratung der kantonalen Wasserstrategie. Wasser ist unsere Kernressource. Die GLP unterstützt die Strategie mit Überzeugung und sieht darin einen wichtigen Schritt, um den Kanton Bern besser auf die Herausforderungen des Klimawandels vorzubereiten.

 

Die Strategie umfasst Themen wie Hochwasserschutz, Trockenheit, Trinkwasserversorgung, Gewässerschutz, Landwirtschaft, Wasserkraft und Siedlungsentwässerung. Besonders wichtig ist aus Sicht der GLP die bessere Koordination zwischen Kanton, Gemeinden, Landwirtschaft, Energieversorgung und weiteren Akteuren.

 

«Die Wasserstrategie ist ein typisches Zukunftsgeschäft: Sie verbindet Ökologie, Versorgungssicherheit, Klimaanpassung und Schutz vor Naturgefahren. Der vorliegende Vorschlag ist ein breit abgestützter und pragmatischer Kompromiss, der den Kanton Bern vorwärtsbringt», sagt Grossrat Simon Buri.

 

Die GLP unterstützt insbesondere Massnahmen zur besseren Wasserspeicherung in Landschaften, zum Schutz des Trinkwassers, zur ökologischen Sanierung der Wasserkraft sowie zur stärkeren Unterstützung der Gemeinden bei der Siedlungsentwässerung. Gleichzeitig fordert die GLP, dass der Gewässerschutz konsequent umgesetzt und Belastungen durch Pestizide und PFAS rasch reduziert werden.

 

Für die GLP ist klar: Die Herausforderungen rund um Wasserhaushalt, Klimawandel und Versorgungssicherheit werden in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Deshalb braucht es jetzt eine vorausschauende und koordinierte Wasserpolitik.

 

Kontakt :

Michael Ritter, Grossrat : 076 402 93 36 

Simon Buri, Grossrat : 076 588 96 14