Kantonale Wahlen 2026: Grünliberale präsentieren Vorwärtsstrategie für den Kanton Bern

Kantonale Wahlen 2026: Grünliberale präsentieren Vorwärtsstrategie für den Kanton Bern

Die Grünliberalen Kanton Bern haben heute Dienstag an einer Medienkonferenz ihre Schwerpunkte für die kantonalen Wahlen 2026 vorgestellt. Sie treten mit Tobias Vögeli als Regierungsratskandidaten, 21 Grossratslisten in allen Wahlkreisen und einer klaren Vorwärtsstrategie an. Die grünliberale Botschaft lautet: Bern braucht lösungsorientierte Politik aus dem Zentrum – pragmatisch, wirksam und zukunftsgerichtet.

Macherpolitik statt Machtpoker
 Parteipräsident Casimir von Arx ordnete die kantonalen Wahlen in einen internationalen und gesellschaftlichen Kontext ein. Globale Krisen, zunehmende Polarisierung und der fortschreitende Klimawandel wirkten sich auch auf die Schweiz und den Kanton Bern aus – zusätzlich zu lokalen Herausforderungen etwa im Gesundheitswesen oder auf dem Wohnungsmarkt. Die Grünliberalen begegnen diesen Entwicklungen mit Realitätssinn, Zuversicht und dem Willen, Lösungen zu erarbeiten. «Wir stecken den Kopf nicht in den Sand, sondern setzen auf kluge Ideen, Teamgeist und konstruktive Zusammenarbeit», so Casimir von Arx.


 Er warnte vor einem zunehmenden Machtdenken der politischen Pole: «Dieser Machtpoker hilft unserem Kanton nicht weiter. Gute Lösungen entstehen nicht durch Übermacht, sondern im Dialog und durch eine breite politische Vertretung.» Angesichts der zunehmenden Polarisierung sei eine starke Kraft im politischen Zentrum besonders wichtig. «In Zeiten bröckelnder Stabilität braucht es eine Partei, die glaubwürdig für Optimismus und Fortschritt steht. Diese Partei sind die Grünliberalen.»

 

Inhaltliche Schwerpunkte der Wahlkampagne

Fraktionspräsidentin Marianne Schild stellte die inhaltlichen Schwerpunkte der Wahlkampagne vor. Die Grünliberalen fokussieren sich auf drei Themenfelder, in denen Wirtschaft, Gesellschaft und Nachhaltigkeit zusammenkommen.


 In der Gesundheitsversorgung denken die Grünliberalen das System von der Grundversorgung her und setzen auf eine sachliche, kantonsweit tragfähige Haltung – jenseits regionaler Interessenkonflikte. «Gerade im Gesundheitswesen ist es entscheidend, Marktdynamik und staatliche Regulierung zusammenzudenken und nicht in lokale Grabenkämpfe zu verfallen», sagte Schild.


 Im Bereich Gesellschaft und Teilhabe setzen sich die Grünliberalen für echte Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern, den Generationen und innerhalb der Familien ein. Nach der Ehe für alle steht für die Partei die Elternzeit im Zentrum. Zudem begrüsst sie die laufende Diskussion über kommunale Stimm- und Wahlrechte für Ausländerinnen und Ausländer.


 Beim Thema Sicherheit plädieren die Grünliberalen für einen ganzheitlichen Ansatz: von Cyberkriminalität und häuslicher Gewalt bis zu den Folgen des Klimawandels wie Überschwemmungen. «Wir sind die Partei, die Sicherheitspolitik umfassend und rational denkt», betonte Schild.

 

Mit den Grünliberalen im Regierungsrat kommt der Kanton Bern vorwärts
Regierungsratskandidat Tobias Vögeli unterstrich, dass der Kanton Bern heute gut aufgestellt sei – mit starken Institutionen und einer politischen Kultur der Verantwortung.

 

Gleichzeitig reiche reines Verwalten nicht aus. «Gute Politik misst sich daran, ob sie Zukunft gestaltet», sagte Vögeli. Entscheidend sei eine Kultur, in der unterschiedliche Perspektiven zusammengeführt und gemeinsame Lösungen erarbeitet würden.

 

Für die kommenden Jahre brauche es eine klare Vorwärtsstrategie, insbesondere in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Umwelt. In der Gesundheitsversorgung forderte Vögeli bessere Steuerung, mehr Koordination und klare Verantwortlichkeiten statt reflexartiger Spar- oder Ausgabenpolitik. Dazu gehörten eine koordinierte Spitalplanung, konkrete Ziele beim Kosten-Nutzen-Verhältnis, die Stärkung der integrierten Versorgung sowie gezielte Investitionen in Fachkräfte und bessere Arbeitsbedingungen.

 

In der Wirtschaftspolitik plädierte er für Planungssicherheit, Tempo und Verlässlichkeit für KMU und innovative Betriebe. «Nicht mehr Bürokratie, sondern bessere – der Staat muss dort schlank sein, wo er bremst, und stark, wo er Wirkung entfaltet.»

 

Auch beim Klimawandel gehe es weniger um Ideologie als um Planung und Verantwortung. Anpassung an zunehmende Extremereignisse, Investitionen in Hochwasserschutz, erneuerbare Energien und energetische Sanierungen seien zentrale Aufgaben des Kantons.

 

«Die Frage dieser Wahlen ist nicht, ob der Regierungsrat linker oder rechter wird, sondern ob wir im Blockdenken verharren – oder ob wir gemeinsam vorwärtsgehen», meint Vögeli.

 

An der Medienkonferenz nahmen Parteipräsident Casimir von Arx, Fraktionspräsidentin Marianne Schild und Regierungsratskandidat Tobias Vögeli teil.

 

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