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Nein zur Luxusstrasse im Oberaargau!

Die Grünliberale Partei Kanton Bern unterstützt das Referendum gegen die Verkehrssanierung Aarwangen - Langenthal Nord und ist Mitglied im Komitee «Nein zur Luxusstrasse im Oberaargau!». Der Bau einer neuen Strasse ist ineffizient und führt zum Verlust von wertvollem Kulturland, zudem ist die geplante Finanzierung äusserst unsicher.

Nach dem Entscheid des Grossen Rats zur Beruhigung der Verkehrssituation im Oberaargau eine Umfahrungsstrasse in Aarwangen zu bauen, hat ein breit abgestütztes Komitee beschlossen, das Referendum gegen den Bau Luxusstrasse ergriffen. Dem Komitee gehören u.a. folgende Verbände und Parteien an: WWF Kanton Bern, Pro Natura Kanton Bern, VCS Kanton Bern, Pro Velo Kanton Bern, Grüne Kanton Bern, GLP Kanton Bern. Die dreimonatige Referendumsfrist, in der die geforderten 10'000 Unterschriften gesammelt werden, läuft bis am 5. Januar 2017.

Es gibt viele Gründe, die gegen die vom Grossen Rat bevorzugte Variante sprechen. Diese lassen sich in vier Hauptargumenten zusammenfassen:

Verlust von wertvollem Kulturland und Naherholungsgebiet

Die geplante Umfahrungsstrasse führt durch ein Naherholungsgebiet bei Aarwangen, wo zahlreiche gefährdete und seltene Tier- und Pflanzenarten leben. Die Region wurde deshalb national als Smaragdgebiet ausgezeichnet. Der Verlust von wertvollem Kulturland ist mit dem Kulturlandschutz unvereinbar. Diese Flächen werden für immer zerstört. Zudem fördert die neue Strasse die Zersiedelung.

Unsichere Finanzierung

Die Umfahrungsstrasse ist mindestens 100 Millionen Franken teurer als die Umgestaltung der Durchfahrt in Aarwangen («Null+»). Bezüglich der Finanzierung wird mit einem grossen Beitrag des Bundes gerechnet, der jedoch alles andere als sicher ist. Das ist unverantwortlich. Diesen Luxus kann sich der Kanton mit seiner knappen Kasse nicht leisten.

Widersprüchliche und schlechte Variante

Offiziell will der Kanton gemäss seinen Verkehrszielen, dass der Verkehr nicht weiter zunimmt. Damit sollen Mensch und Umwelt geschont werden. Der Bau dieser Umfahrungsstrasse bewirkt jedoch genau das Gegenteil – sie verursacht mehr Verkehr. Die vom Grossen Rat gewählte Variante führt zu Mehrverkehr in Langenthal und Thunstetten-Bützberg. In Aarwangen wird der Verkehr nicht spürbar abnehmen. Eine Studie im Auftrag des Kantons kam zum Schluss, dass die Umfahrungsstrasse die schlechteste Variante ist.

Neue Umfahrungsstrasse verfehlt das Ziel

Die Strasse durch Aarwangen ist für Fussgänger/innen und Velofahrer/innen derzeit unsicher, kann jedoch mit Umgestaltungen vor Ort massiv verbessert werden. Mit der neuen Strasse werden sowohl innerorts als auch auf der Umfahrungsstrasse mögliche neue Unfallschwerpunkte geschaffen. Es gibt Massnahmen, mit denen die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer/innen deutlich günstiger und in kürzerer Zeit verbessert werden könnte.
Wir danken allen, die das Referendum unterzeichnet haben und so dazu beigetragen haben, dass das Stimmvolk entscheiden darf!